Einbeck - meine Heimat!

Ein kleiner Dack’l

Ein kleiner Dack‘l, nicht mal wadenhoch, mit großen Robbenaugen, Stubsnässchen, Zottelbärtchen und einem Gemüt, das so rein und wohlwollend ist, verspielt und vor Liebe strotzend. Es tollt im Garten umher, freut sich seines Hundseins, trägt Steine umher, schnuppert an Blumen und Bäumchen, rennt scheinbar grundlos von einer Ecke in die andere. Das Wetter ist herrlich, obwohl schon Herbst ist und das Hündchen zu beobachten erfüllt mit allem, was wundervoll ist. Man vergißt alles Schlechte im Leben, den Ernst, die Regeln, die Zwänge und Ängste und schaut nur den kleinen Dack‘l an, wie er sich freut, wie er im Moment lebt und sein ganzes Sein einfach perfekt ist.

Dann will man einkaufen. Hund ist nicht erlaubt. Warum? Lebensmittel? Hab ich Zuhause auch. Ich schlafe mit meinem Hund im selben Bett und ich lebe noch.

In der Apotheke? Erlaubt! Warum? Weil hier Hunde willkommen sind und immer ein paar Leckerlis bekommen.

In der Bahn? Ab in die Box oder Maulkorb drauf! Also fahren wir nicht mit der Bahn ….

Schwiegereltern? Wehe der kackt mir in die Bude! Schwiegereltern braucht man auch nicht ….

Im Park? Nach ihm tretende Jogger zusammen mit Giftködern. Wehe du trittst meinen Hund….

Zurück im Garten. Die Frau von oben hat sich beschwert, der Hund würde in ihr Gemüse pinkeln. Gartenverbot – igitt, was stinkt das! Im Herbst. Dumme Nachbarn.

Im Unkraut. Ein kleiner Dack‘l. Was haben Menschen nur für ein Problem?

FAZIT: Die Menschen sind das Problem, nicht der Hund!